Primitivo di Manduria DOP – gehaltvoller Rotwein aus Apulien
Der Primitivo di Manduria DOP gehört zu den renommiertesten Rotweinen Süditaliens. Die geschützte Ursprungsbezeichnung DOP (Denominazione di Origine Protetta) garantiert, dass dieser Wein ausschließlich aus der Rebsorte Primitivo stammt und im streng abgegrenzten Anbaugebiet rund um die Gemeinde Manduria in der Provinz Taranto vinifiziert wird. Damit unterscheidet sich ein Primitivo di Manduria DOP klar von einfachen Primitivo-Landweinen: Nur Weine, die alle Vorgaben zu Herkunft, Ertragsbegrenzung und Ausbau erfüllen, dürfen diese Bezeichnung tragen.
Anbaugebiet: Manduria in Apulien – das Epizentrum des Primitivo
Die Gemeinde Manduria auf der Halbinsel Salento gilt als die Wiege des Primitivo. Apulien erstreckt sich über 400 km vom Norden bei Foggia bis hinunter zum Stiefelabsatz und produziert auf mehr als 100.000 Hektar Rebfläche die mengenmäßig größte Weinproduktion aller italienischen Regionen. Das heiße, mediterrane Klima mit trockenen Sommern und milden Wintern bringt besonders konzentrierte Trauben hervor. Die Böden bestehen aus eisenreicher Roterde auf kalksteinhaltigem Untergrund – ideale Bedingungen für tiefwurzelnde Primitivo-Reben, die mineralische Komplexität und Fruchtintensität liefern.
Rebsorte Primitivo – der „Erste”, nicht der „Primitive”
Der Name Primitivo leitet sich vom lateinischen primitivus (der Erste) ab und bezieht sich auf die frühe Reife der Trauben – nicht auf das deutsche Wort „primitiv”. Die Rebsorte ist genetisch identisch mit dem kalifornischen Zinfandel und dem kroatischen Crljenak Kaštelanski. In Apulien, wo rote Rebsorten rund 80 % der Anbaufläche ausmachen, zählt der Primitivo neben dem Negroamaro zu den hochwertigsten und verbreitetsten autochthonen Sorten.
Weingut Masseria Trajone – Tradition und Moderne
Hinter der Marke Masseria Trajone steht das 1970 gegründete Weinhandelshaus Femar Vini mit Sitz in Monte Porzio Catone bei Rom. Der Markenname verweist auf ein altes Landgut in der Nähe von Manduria. Femar Vini arbeitet seit vielen Jahren eng mit der Genossenschaftskellerei San Donaci Salentino zusammen – einer der renommiertesten Großkellereien Süditaliens, die für ihr konstant hohes Qualitätsniveau bekannt ist. Diese Kooperation verbindet traditionsreiche Weinbaukunst im Salento mit modernster Kellertechnik und einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.
Weinbereitung: Stahltank statt Barrique
Die Trauben für diesen Primitivo di Manduria DOP wachsen an Rebstöcken, die sowohl im Kordon-Spalier als auch im traditionellen Alberello-Erziehungssystem (Buschreben) kultiviert werden. Nach der Lese erfolgt eine lange Maischegärung auf den Schalen bei kontrollierter Temperatur, um maximale Aromenextraktion bei gleichzeitig weichen Tanninen zu erreichen. Der Ausbau findet anschließend in Edelstahltanks auf der Feinhefe statt, wobei eine kurze Holzreifung möglich ist. Dieser schonende Ausbau bewahrt die sortentypische Fruchtintensität und Frische des Primitivo.
Charakter und Geschmack
Im Glas präsentiert sich der Masseria Trajone Primitivo di Manduria DOP in intensivem Rubinrot. Die Nase wird von Aromen reifer Waldbeeren, zarter Rosenblüte, aromatischen Kräutern und einem feinen Eukalyptus-Hauch geprägt. Am Gaumen ist der Wein ausgeprägt fruchtig, vollmundig und trocken mit seidigen Tanninen und einer ausgezeichneten Balance. Der Abgang ist lang, warm und von blumig-fruchtiger Persistenz – ein Wein, der sowohl Primitivo-Kenner als auch Einsteiger begeistert.
Passt zu: Speiseempfehlungen
Dieser gehaltvolle Primitivo di Manduria ist ein vielseitiger Essensbegleiter. Das Weingut empfiehlt ihn zu Pasta mit kräftigem Fleischragout (zum Beispiel Orecchiette mit Sugo), cremiger Polenta, gegrilltem Fleisch vom Rind oder Lamm sowie mittelaltem Käse wie Pecorino oder Caciocavallo. Der Wein eignet sich auch hervorragend als Solist an einem gemütlichen Abend.
Trinkreife, Lagerfähigkeit und Servierempfehlung
Bereits jung ist dieser Primitivo di Manduria ein Genuss. Bei fachgerechter Lagerung – liegend, bei 12–16 °C und vor Licht geschützt – entwickelt er über 2 bis 4 Jahre zusätzliche Komplexität mit Noten von getrockneten Früchten und Gewürzen. Die optimale Trinktemperatur liegt bei 16–18 °C. Den Wein empfiehlt es sich, etwa 30 Minuten vor dem Servieren zu öffnen.


Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.