Lagrein DOC – Gehaltvoller Rotwein aus Südtirol
Lagrein ist eine der ältesten und faszinierendsten autochthonen Rebsorten der Alpen. Der Name leitet sich vermutlich vom Lagertal (Val Lagarina) im Trentino ab, doch seine wahre Heimat liegt in Südtirol. Als Südtirol Lagrein DOC darf er ausschließlich in der Provinz Bozen-Südtirol erzeugt werden. Dieser Rotwein zeichnet sich durch eine unvergleichbare Kombination aus Kraft, Finesse und alpiner Frische aus – ein Geheimtipp für alle, die neben den bekannten italienischen Rebsorten etwas Besonderes suchen.
Anbaugebiet: Südtirols Weinberge rund um Girlan und Eppan
Die Trauben für diesen Lagrein wachsen auf Moränenablagerungsböden und sandig-tiefgründigen Standorten im Überetsch bei Eppan. Das Klima ist geprägt von warmen Sonnentagen und kühlen alpinen Nächten – ideale Bedingungen, die den Trauben eine intensive Frucht bei gleichzeitig lebendiger Säure verleihen. Wer die Vielfalt der Südtiroler Weine entdecken möchte, findet im Lagrein einen der ausdrucksstärksten Vertreter.
Die Rebsorte Lagrein – Südtirols rote Perle
DNA-Analysen haben eine nahe Verwandtschaft zwischen Lagrein und Teroldego, einer weiteren alpinen Rebsorte, nachgewiesen. Lagrein zählt zu den seltenen roten Rebsorten Südtirols, die kaum außerhalb der Region angebaut werden. Genau das macht ihn so einzigartig: Wer einen authentischen Lagrein Südtirol Wein trinkt, erlebt ein Stück alpiner Weinbaugeschichte im Glas.
Kellerei Schreckbichl – Qualität aus Girlan seit 1960
Die Kellereigenossenschaft Schreckbichl, international bekannt als Colterenzio, wurde 1960 in Girlan bei Eppan gegründet. Rund 300 Mitglieder bewirtschaften etwa 300 Hektar Rebfläche. Die Kellerei verbindet genossenschaftliche Tradition mit moderner Kellertechnik und hat sich einen hervorragenden Ruf für autochthone Südtiroler Sorten erarbeitet. Auch der St. Magdalener Classico zeigt, wie eigenständig Südtiroler Rotweine schmecken können.
Weinbereitung: Tradition trifft Moderne
Der Lagrein 2024 durchlief eine 8-tägige Maischegärung in temperaturgesteuerten Edelstahltanks. Anschließend erfolgte der biologische Säureabbau, der dem Wein zusätzliche Geschmeidigkeit verleiht. Der Ausbau fand über einige Monate in Betonfässern und im großen Holzfass statt – eine Kombination, die die sortentypische Frucht bewahrt und gleichzeitig dezente Reifenoten einbringt.
Charakter und Geschmack
Dieser Lagrein DOC präsentiert sich im Glas in dunklem Granatrot mit violetten Reflexen. In der Nase entfalten sich intensive Aromen von Veilchen, schwarzen Beeren und Zimt, ergänzt durch einen feinen Hauch von Schokolade. Am Gaumen zeigt er einen kräftigen Ansatz mit gut strukturierten, samtigen Gerbstoffen und sortentypischer Säure. Im Nachhall klingen Waldbeeren und Kirsche lange nach. Der Lagrein dunkel aus Südtirol besticht dabei vor allem durch seine edle Finesse und sein komplexes Bukett.
Passt zu diesen Gerichten
Dieser Lagrein Schreckbichl ist ein vielseitiger Begleiter der Südtiroler Küche. Er harmoniert hervorragend mit Südtiroler Speck und rohen Wurstwaren, entfaltet sich aber besonders eindrucksvoll zu gebratenem roten Fleisch wie Rinderbraten oder Tagliata. Auch zu Wild und Wildgeflügel ist er eine ausgezeichnete Wahl. Wer es deftig-alpin mag, serviert ihn zu einem deftigen Schmorgericht.
Trinkreife und Servierempfehlung
Servieren Sie den Lagrein DOC bei 16 °C, idealerweise nach kurzem Dekantieren. Der Wein ist ab sofort trinkreif und bietet ein Alterungspotenzial von 2 bis 4 Jahren. Innerhalb dieser Zeitspanne entwickelt er zusätzliche Komplexität und geschmeidigere Tannine.

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